„50/150 – Utopie und Echo“ Positionen – Projektionen – Reflexionen – Resonanzen“

Umfangreiches Jubiläumsprogramm aus Anlass von 150 Jahren Bayreuther Festspiele und 50 Jahren Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried

Vor 150 Jahren fand mit der Uraufführung von Richard Wagners Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend Der Ring des Nibelungen im eigens dafür und ausschließlich für das eigene Werk in Bayreuth errichteten Festspielhaus die „erste Weltumsegelung im Reiche der Kunst“ statt, wie Friedrich Nietzsche – damals noch sehr enthusiastisch – schrieb. Und anlässlich des Zentenariums der Bayreuther Festspiele im Jahr 1976 wurde vor genau 50 Jahren das Richard -Wagner-Museum in Wahnfried eröffnet.

Dieses Doppeljubiläum, das als zeitenüberdauerndes Echo auf die ästhetische Utopie Richard Wagners verstanden werden kann, fasst das Richard-Wagner-Museum im Übertitel seiner Angebote in diesem besonderen Jahr: 50/150 – Utopie und Echo. Das Museum also gleichsam als das die 150 Jahre Bayreuther Festspiele reflektierende Drittel. 150 Jahre Theatergeschichte, in denen sich zugleich 150 Jahre deutscher Geschichte in allen Höhen und Tiefen wie in einem Brennglas bündeln.

Diesen Strahl der Zeitläufte fächert das Museum mit den diesjährigen Veranstaltungen zugleich wie durch ein Prisma in seinen verschiedenen Farben zu einem Gesamtkunstwerk anderer Art auf. So ruht das Dach der Utopie als Idee gleichsam auf vier Säulen mit den Bezeichnungen „Positionen“, „Projektionen“, „Reflexionen“ und „Resonanzen“ – sämtlich verschiedene Formen des Echos auf jene Utopie.

Dabei formulieren bildende und darstellende Künste Positionen zu Wagners Werk und dessen Geschichte: Installationen von Felix Burger, Georg Nussbaumer, Antoine Wagner und des Kollektivs „Sounding Situations“ werfen als verschiedenartige und aktuelle künstlerische Schlaglichter Interventionen in die museale Darstellung geronnener Zeit. Die die Festspiele prägenden, starken weiblichen Persönlichkeiten erscheinen und behaupten sich in der Performance „Mein Mann, das bin hier ich!“, und Wagners romantischer musikalischer Ausdruckskunst werden mit den Jazz-Adaptionen „Lieben Sie Wagner?“ des Mike Svoboda Quartets und der auf andere Weise mitreißenden Percussion-Kunst Vanessa Porters ganz andersartige musikalische Standpunkte entgegengestellt.

Die wissenschaftliche Tagung „Festspiele! – Gestern – Heute – Morgen“ in Zusammenarbeit mit den musikwissenschaftlichen Instituten der Universität Bayreuth und der TU Dortmund markiert im Nachdenken über das Festspiel-Phänomen die Reflexionen, während eine spektakuläre Video-Animation der Wahnfried-Fassade von „urbanscreen“ in den späten Abendstunden die Geschichte des Hauses in Projektionen vergegenwärtigt.

Das Konzertprogramm schließlich bildet verschiedenartige Resonanzen von Wagners musikalischem Werk: einerseits in der moderierten „Wahnfried-Tetralogie“ mit seltener gespielten Komponisten und Werken mit Bezug zur Festspielgeschichte, andererseits mit den bewährten „Wahnfried-Konzerten“, in denen sich unter anderem Solisten der Festspiele einmal nicht als kraftstrotzende dramatische Wagner-Sänger präsentieren, sondern als sensible und ausdrucksstarke Liedgestalter.

Hauptmotiv für die diesjährigen Veransatltungen untewr dem Titel 50/ 150 Utopie und Echo | Positionen – Projektionen – Reflexionen – Resonanzen

Gefördert von

Logo Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Logo Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Logo der Oberfrankenstiftung
Logo Stadt Bayreuth
Logo der Rainer Markgraf Stiftung
Logo der Praxis Dres. Rösler und Lachmann

Kooperationspartner

Logo Universität Bayreuth
Logo Tu Dortmund
Logo Hochschule für Musik Karlsruhe