Das Programm im Überblick

Vor 150 Jahren fand mit der Uraufführung von Richard Wagners Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend Der Ring des Nibelungen im eigens dafür und ausschließlich für das eigene Werk in Bayreuth errichteten Festspielhaus die „erste Weltumsegelung im Reiche der Kunst“ statt, wie Friedrich Nietzsche – damals noch sehr enthusiastisch – schrieb. Und anlässlich des Zentenariums der Bayreuther Festspiele im Jahr 1976 wurde vor genau 50 Jahren das Richard -Wagner-Museum in Wahnfried eröffnet.

Dieses Doppeljubiläum, das als zeitenüberdauerndes Echo auf die ästhetische Utopie Richard Wagners verstanden werden kann, fasst das Richard-Wagner-Museum im Übertitel seiner Angebote in diesem besonderen Jahr: 50/150 – Utopie und Echo . Das Museum also gleichsam als das die 150 Jahre Bayreuther Festspiele reflektierende Drittel. 150 Jahre Theatergeschichte, in denen sich zugleich 150 Jahre deutscher Geschichte in allen Höhe und Tiefen wie in einem Brennglas bündeln.

Positionen

Installationen

Felix Burger
Swanhood
Museumsneubau, Kino

Georg Nussbaumer
HUNDEHAUS | WAHNHALL | SCHAUMFRIED [eine dreistufige Sedimentfalle]
Wahnfried-Allee

Sounding Situations
Wagner Weltweit
Museumsneubau, Ausstellungshalle

Antoine Wagner
Museumsneubau

23. Juli – 4. Oktober 2026
Im Museumseintritt inbegriffen

Performance

studiobühne bayreuth

„Mein Mann das bin hier ich“
Frauen (in) der Festspielleitung

Eine Kooperation mit der Studiobühne Bayreuth
Konzeption, Texte und Regie: Dorothea Kirschbaum

„Hinter jedem starken Mann steckt eine starke Frau“ – und sorgt oft genug als Partnerin in crime, Organisationstalent, treibende Kraft, Rückendeckung, Bewahrerin dafür, dass der Laden läuft. Bei den Bayreuther Festspielen allemal: Die Festspielgeschichte ist auch eine Geschichte der Wagnerfrauen und -witwen. Von den einen überhöht, von den anderen angefeindet, von den dritten ignoriert, haben sie Großes geleistet – bei aller (berechtigten) Kritik und Fragwürdigkeit. Aber hätten die Festspiele ohne Cosima, Winifred und Co. überhaupt eine Überlebenschance gehabt?

Mit rasanten Rollen- und Szenenwechseln fragt diese dritte Kooperation von Studiobühne und RWM als performatives Element der Jubiläumsausstellung nach den starken Frauen daneben, dahinter und danach.

Premiere: 23.7. 19.00 Uhr

Vorführungen um 15 Uhr:
26.07., 27.07., 29.07., 02.08., 04.08., 05.08., 06.08., 11.08., 12.08., 18.08., 23.08., 24.08. 2026

Vorführungen um 17 Uhr:
27.07., 11.08., 17.08. 2026

Museumsneubau, Ausstellungshalle
Im Museumseintritt inbegriffen
Keine Voranmeldung erforderlich

Musik

Mike Svoboda Quartet
„Lieben Sie Wagner?“
19. und 20. August 19.30 Uhr

Museumsneubau, Ausstellungshalle
Im Museumseintritt inbegriffen, Abendkasse
Keine Voranmeldung erforderlich

Vanessa Porter, Percussion
TEXTURE I & II
21. und 22. August 19.30 Uhr

Museumsneubau, Ausstellungshalle
Im Museumseintritt inbegriffen, Abendkasse
Keine Voranmeldung erforderlich

Projektionen

„Wahnfried leuchtet!“ – Haus Wahnfried wird zur Bühne seiner eigenen Geschichte

Video-Animation von Urbanscreen Eine großformatige Projection-Mapping-Inszenierung verwandelt die Fassade von Haus Wahnfried in eine immersive Medieninstallation aus Licht, Bild und Klang. Beim Projection Mapping werden Architektur und digitale Inhalte präzise miteinander verbunden, sodass die Fassade selbst Teil der Erzählung wird. In der 15- bis 20-minütigen Lichtshow kann das Publikum die wechselvolle Geschichte des Hauses Wahnfried als Zeitzeuge seiner eigenen Vergangenheit erleben. In sechs Kapiteln führt die Inszenierung durch die Geschichte des Hauses: von Richard Wagners visionärer Idee eines eigenen künstlerischen Ortes über die frühen Bayreuther Festspiele und Wahnfried als Zentrum eines neuen Musiktheaters bis hin zu den ideologischen Verstrickungen des Hauses während des Nationalsozialismus. Auch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, der Wiederaufbau sowie die spätere Nutzung als Museum werden Teil der Erzählung. Im abschließenden Epilog richtet sich der Blick auf die Gegenwart und Zukunft eines Ortes, der bis heute Kunst, Geschichte und gesellschaftliche Erinnerung miteinander verbindet.

Die Projektion wird vom 23. Juli – 26. August allabendlich nach Sonnenuntergang bis ca. 23 Uhr an der Wahnfried-Fassade zu sehen sein.

Video-Installation von Urbanscreen 23. Juli – 26. August
Täglich 21.30 Uhr | 22.00 Uhr | 22.30 Uhr
Museumsvorplatz und Café Wahnfried

Eintritt frei

Reflexionen

„Festspiele! Gestern – Heute – Morgen“
Internationale Tagung in Kooperation der Universität Bayreuth und der TU Dortmund

9.– 11. Juli 2026
Haus Wahnfried, Saal

Die internationale Tagung „Festspiele! Gestern – Heute – Morgen“ im Haus Wahnfried widmet sich den Impulsen von Richard Wagners Festspielidee und ihrer Wirkung auf die Kulturlandschaft des 20. und 21. Jahrhunderts. In Kooperation mit der Universität Bayreuth und der TU Dortmund beleuchtet sie aktuelle Herausforderungen globaler Festivalarbeit, Zukunftsperspektiven von Festspielen sowie institutionelle Spannungsfelder zwischen Tradition, Innovation und begrenzten Ressourcen.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei
Keine Voranmeldung erforderlich

Resonanzen

Wahnfried-Tetralogie I-IV

I
Mittwoch 29. Juli, 19.30 Uhr
Lieder von Wagner, Meyerbeer, Loewe, Levi und Mendelssohn u.a.

Studierende der Liedklassen der HfM Karlsruhe
Alexander Fleischer, Klavier

II
Freitag, 31. Juli, 19.30 Uhr
Werke von Faltis, Berg, Furtwängler, Busoni und R. Strauss

Christiane Libor, Sopran
Hanno Müller-Brachmann, Bariton
Petra Schwieger, Violine
Günther Albers, Klavier

III
Sonntag, 2. August, 19.30 Uhr
Werke von Pfitzner, Boulez, Debussy, Hartmann und Messiaen

Sarah Traubel, Sopran
Isa von Wedemeyer, Violoncello
Günther Albers, Klavier

IV
Donnerstag, 6. August, 19.30 Uhr
Werke von Zimmermann, Wolf, Stockhausen, Scriabin, Schönberg, Schreker, Ligeti u.a.

Maria Hilmes, Mezzosopran
Renatus Mészár, Bassbariton
Nina Valcheva, Kontrabass
Martin Wagemann, Trompete
Günther Albers, Klavier

In Zusammenarbeit mit den Hochschulen für Musik Karlsruhe, Prof. Dr. Stephan Mösch (Moderation), und Frankfurt/Main, Prof. Günther Albers (Musikalische Leitung)

Haus Wahnfried, Saal

Eintritt: 30 €, ermäßigt 15 €. Der Vorverkauf beginnt am 15. Juli 2026 –
persönlich an der Museumskasse oder per schriftlicher Bestellung gegen
Vorkasse (E-Mail: kasse@wagnermuseum.de). Im Eintrittspreis ist der
einmalige Besuch des Museums am Tag des Konzertes oder am darauffolgenden
Tag enthalten.

Wahnfried-Konzerte 2026

Dienstag 4. August, 19.30 Uhr
„Von Geistern, Rittern und Sängern“ – Lieder- und Balladenabend mit Werken von Carl Loewe
Georg Zeppenfeld, Bass
Johannes Wulff-Woesten, Klavier

Samstag, 8. August, 19.30 Uhr
Liederabend mit Werken von Liszt, Mahler, Schubert und Strauss
Katharina Konradi, Sopran
Joseph Middleton, Klavier

Sonntag 9. August, 19.30 Uhr
Liederabend mit Werken von Schubert, Mahler, Frank Martin (Jedermann-Monologe)
Johannes Martin Kränzle, Bariton
Hilko Dumno, Klavier

Dienstag 11. August, 19.30 Uhr
Liederabend mit Werken von Schubert (Schwanengesang)
Alexander Grassauer, Bassbariton
Stephan Matthias Lademann, Klavier

Donnerstag 13. August, 19.30 Uhr
Liederabend mit Werken von Brahms, Montsalvatge, de Falla und Wolf
Katharina Magiera, Alt
Hilko Dumno, Klavier

Dienstag 25. August, 19.30 Uhr
Kammerkonzert mit Werken von Beethoven, Strauss und Humperdinck
Klenke Quartett

Haus Wahnfried, Saal

Eintritt: 30 €, ermäßigt 15 €. Der Vorverkauf beginnt am 15. Juli 2026 –
persönlich an der Museumskasse oder per schriftlicher Bestellung gegen
Vorkasse (E-Mail: kasse@wagnermuseum.de). Im Eintrittspreis ist der
einmalige Besuch des Museums am Tag des Konzertes oder am darauffolgenden
Tag enthalten.