Über das Nationalarchiv

Das „Richard Wagner Museum mit Nationalarchiv und Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth“ ist die zentrale und weltweit mit Abstand größte und bedeutendste Wagner-Sammlung und untersteht seit 1993 der Leitung von Dr. Sven Friedrich.

Den Grundstock des Nationalarchivs der Richard-Wagner-Stiftung bildet das mit Stiftungsgründung 1973 erworbene Richard-Wagner-Familienarchiv (auch: Richard-Wagner-Archiv/Wahnfried-Archiv). Im Zuge der Gründung der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth 1973 verkaufte die Familie Wagner das Archiv für 12,4 Mio. DM an die drei Stiftungsträger Bundesrepublik Deutschland, Oberfrankenstiftung und Bayerische Landesstiftung, die es wiederum der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth zur Verwaltung im Rahmen einer öffentlichen Institution als Dauerleihgabe überließen.

Einen weiteren Bestandteil stellen die Archive und Bibliotheken der ehemaligen städtischen Richard-Wagner-Gedenkstätte dar. Sie beruhen ihrerseits auf der Bibliothek Carl Friedrich Glasenapps (1847–1915), Verfasser der ersten und umfangreichsten Wagner-Biographie, und einer Sammlung verschiedener Schrift- und Bilddokumente. Der Leiter der Richard-Wagner-Gedenkstätte Dr. Manfred Eger (1927–2016) übernahm mit der Eröffnung des Richard Wagner Museums Bayreuth im Haus Wahnfried 1976 auch die Verwaltung des Nationalarchivs. Archiv und Verwaltung befanden sich zunächst in den Räumen des „Chamberlain-Hauses“ in der Wahnfriedstraße 1 in unmittelbarer Nachbarschaft von Haus Wahnfried.

Foto: Büste Richard Wagners

Seit 1986 gehört die Zustiftung Wolfgang Wagner zum Richard Wagner Museum mit Nationalarchiv. Sie umfasst Material zur Geschichte der Bayreuther Festspiele aus den Jahren 1951 bis 1986 und stellt die chronologische Fortführung des Richard-Wagner-Familienarchivs dar. Nach der Neueröffnung des Museums am 26. Juli 2015 wurde das rund 230 laufende Regalmeter umfassende Dokumentarmaterial nach Wahnfried verbracht. Bis Dezember 2016 konnten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Archivs diese Bestände auspacken und eine erste Vorsortierung vornehmen, so dass die Materialien den Benutzern des Nationalarchivs auf Antrag bereits zur Verfügung stehen.

Die formale archivalische Erschließung, Katalogisierung und zuletzt Digitalisierung der Materialien ist im Anschluss an das Digitalisierungsprojekt der Handschriften aus dem Nachlass Richard und Cosima Wagners vorgesehen.

Ansprechpersonen des Nationalarchivs

Wer verwaltet welche Bestände?

Die Aufgaben des Nationalarchivs

Nach Maßgabe der Satzung der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth verwaltet und bewahrt das Nationalarchiv seine Bestände nach den geltenden wissenschaftlichen und konservatorischen Grundsätzen des Bibliotheks- und Archivwesens.

Weiterhin ist es dazu bestimmt, Dokumente in Schrift und Bild sowie Druckwerke und Gegenstände, die Leben, Schaffen und Nachwirkung Richard Wagners betreffen, zu sammeln und zu bewahren, um sie als öffentliche Forschungsstätte für wissenschaftliche Forschungen und Veröffentlichungen sowie im Rahmen von Dauer- und Sonderausstellungen des Richard Wagner Museums (Haus Wahnfried) zur Verfügung zu stellen.

Die Bestände des Nationalarchivs

Den wichtigsten Bestand bildet der handschriftliche Nachlass Richard und Cosima Wagners, also Musik-, Dichtungs- und Prosamanuskripten Richard Wagners.

Autographe Libretti, Kompositions- und Orchesterskizzen sowie Partiturerst- und -reinschriften Richard Wagners

Knapp 5.000 Briefe, Briefkonzepte und Telegramme Richard Wagners, davon 1.450 Briefautographe und über 3.000 Abschriften

Diktatmanuskript von Richard Wagners Autobiographie „Mein Leben“

Sämtliche autographe/handschriftliche Tagebücher Cosima Wagners

Mehr als 900 Briefautographe und ca. 450 Briefabschriften Cosima Wagners

Mehrere Tausend Briefdokumente der Familien Wagner/Liszt und anderer Absender

Künstlerischer Nachlass Siegfried Wagners, darunter die autographen Originalpartituren seiner Opern

Urkunden und sonstige biographische Dokumente

Handschriftlicher Nachlass von Houston Stewart Chamberlain mit etwa 16.500 archivalischen Einheiten

Archiv der Festspielverwaltung Bayreuth bis 1945

Richard Wagners Dresdner Bibliothek mit knapp über 400 Bänden

Richard Wagners Wahnfried-Bibliothek mit etwa 2.300 Bänden

Forschungsbibliothek mit mehr als 40.000 bibliographischen Einheiten (entstanden aus den Beständen der Richard-Wagner-Gedenkstätte)

Bibliothek Houston Stewart Chamberlains mit rund 12.500 Bänden

Zustiftung Wolfgang Wagner mit dem Presse- und Bildarchiv, Akten, Korrespondenzen, Entwürfen, Modellen, Regieauszügen und anderen Materialien zu den Produktionen der Bayreuther Festspiele von 1951 bis 1986

Bildarchiv mit ca. 13.000 Bilddokumenten

Schallarchiv mit 12.000 Titeln

Bilder und Büsten Richard Wagners und der Familie,

Sonstige persönlichen Gegenständen Richard Wagners und seiner Familie.

Kataloge und Findbücher

Dresdner Bibliothek

Knapp über 400 Bände Richard Wagners.

Festspielarchiv

Archiv der Festspielverwaltung Bayreuth bis 1945.

Wahnfried-Bibliothek

Etwa 2.300 Bände Richard Wagners.

Aufführungsdatenbank der Bayreuther Festspiele

Sämtliche Aufführungen ab 1951 bis zur Gegenwart mit Besetzungen, Dirigenten und Regieteams
sowie weitere Informationen zu fast allen Namen.

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