„Es ist mir nöthig endlich zu wissen, wohin ich gehöre…“
Entdeckungsreise durch Haus Wahnfried unter dem Motto „Alte Heimat – neue Heimat“
Im Laufe seines fast 70 Jahre währenden Lebens hielt sich Richard Wagner an mehr als 200 Orten mit über 500 einzelnen Adressen auf: mal aus beruflichen Gründen, mal im Exil, mal auf der Flucht vor Gläubigern. „Wie ein Flüchtling in der Welt“ lebend, sehnte sich Wagner stets nach einer Heimat, einem eigenen Haus mit Garten, Personal und Tieren. Während der Ehe mit seiner ersten Frau Minna blieb dies noch ein Traum, auch wenn er ihr pathetisch schrieb: „(…) ich wenigstens habe keine andre Heimat als – Dich, u. wo ich Dich habe, da bin ich zu Hause.“
Sein Mäzen der bayerische König Ludwig II. war es, der Wagner nicht nur den Bau des Festspielhauses Bayreuth zur exklusiven Aufführung seiner Werke ermöglichte. Er bezahlte ihm und seiner zweiten Frau Cosima auch Haus Wahnfried, das einzige Heim, das Wagner je besaß und in dem sein „Wähnen Frieden fand“. Ein Jahrzehnt lebte er mit seiner Familie in dieser Künstlervilla. In der noch vor dem Einzug 1874 fertiggestellten Gruft im Park fand Richard Wagner, obwohl in Venedig verstorben, ebenso seine letzte Ruhestätte wie fast 50 Jahre nach ihm auch Cosima.
Aus Anlass des bundesweiten 13. Tages der Archive am 7. und 8. März 2026 lädt das Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth unter dem diesjährigen Motto „Alte Heimat – neue Heimat“ zu einer Entdeckungsreise durch Haus Wahnfried ein. Was Heimat für Wagner bedeutete, lässt sich an neun im Haus verteilten Stationen mit bekannten, aber auch unbekannten Objekten aus Archiv und Depot erfahren.

Über den Tag der Archive
Der Tag der Archive ist eine Initiative des Verbands deutscher Archivarinnen und Archive e.V. (VdA) und findet alle zwei Jahre bundesweit unter einem gemeinsamen Motto statt.
Eine Übersicht über die teilnehmenden Archive finden Sie auf der Website zur Veranstaltung unter www.tagderarchive.de.