Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen stiftet das New Yorker Ehepaar Jeffrey und Nadežda Brinck sein beträchtliches Vermögen für die Arbeit von Museum und Archiv
Jeffrey und Nadežda Brinck sind enthusiastische Liebhaber der europäischen Kultur, der Oper und vor allem der Werke Richard Wagners. Viele Jahre lang besuchten sie auch die Bayreuther Festspiele und das Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried.
Jeffrey Brinck ist überdies leidenschaftlicher Sammler und hatte dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth bereits 2011 42 Briefhandschriften aus seiner bemerkenswerten Wagner-Sammlung als Schenkung überlassen.
Obwohl infolge der Covid-Pandemie und aus Altersgründen das Reisen für sie schwieriger wurde, verfolgten Jeffrey und Nadežda Brinck die Arbeit von Museum und Archiv in freundschaftlicher Verbundenheit mit Direktor Dr. Sven Friedrich stets mit großer Aufmerksamkeit und Sympathie, insbesondere auch die Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung zwischen 2010 und 2015. In der Folge beschlossen sie, ihre Sammlung und ihr Vermögen im mittleren siebenstelligen Bereich testamentarisch dem Museum und Archiv zu vermachen.
Auf Friedrichs Anregung wurde hierzu nun am 17. April die „J & N Brinck-Foundation“ mit Sitz in Bayreuth als Begünstigte des Vermächtnisses errichtet. Zweck der Stiftung ist laut Satzung die anteilige Förderung des Erwerbs wertvoller Ergänzungen des Archivs, der Erhaltung und Pflege seiner Sammlungen, die Einführung verbesserter Mittel und Technologien zwecks Erleichterung der Verbreitung der Sammlung in der Öffentlichkeit und der Finanzierung von Instandhaltung und Betrieb des Museums. Den Vorstand bilden Museumsdirektor Friedrich und Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung.
Jeffrey Brinck erklärte nach Unterzeichnung der Stiftungsurkunde in deutscher Sprache: „Mit aller angemessenen Demut möchte ich sagen, dass meine Frau und ich entzückt sind und, ja, auch stolz darauf, uns solch vornehmen Gönnern Wagners anzuschließen, wie zum Beispiel König Ludwig II., Otto Wesendonck, Franz Liszt, Julie Ritter, Eliza Wille, Hans von Bülow, Peter Cornelius, Theodor Apel, Theodor Uhlig, Wilhelm Fischer, Ferdinand Heine, Napoleon III., Fürstin Pauline Metternich, Anton Pusinelli, Ernst Benedikt Kietz, Gottfried Anders, Samuel Lehrs, Joseph Alois Tichatschek, Wilhelmine Schröder-Devrient, unter Übergehung von Friedrich August II. von Sachsen, Kaiser Wilhelm I. und seinem Minister Otto von Bismarck, um Richard Wagners vormaligen Lebensunterhalt und heutiges künstlerisches Erbe zu unterstützen. Wir wissen mit Gewissheit, dass Wagner, lebendig oder tot, diese Achtung für seine Kunst wertschätzen würde.“
Der geschäftsführende Vorstand der neuen Stiftung, Museumsdirektor Friedrich, zeigte sich hocherfreut und sagte: „Die überaus großherzige Entscheidung unserer hochgeschätzten Freunde und Gönner Jeffrey und Nadežda Brinck aus New York, ihr gesamtes beträchtliches Vermögen testamentarisch der heute von ihnen errichteten Stiftung zugunsten von Museum und Archiv zu vermachen, beweist gerade im Jahr des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele und des 50-Jährigen Bestehens der Richard-Wagner-Museums nicht nur die ungebrochene internationale Wirkung Richard Wagners, sondern ist auch eine nachgerade anrührende Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit. Gerade auch in wirtschaftlich immer schwierigeren Zeiten wird die „J&N Brinck-Foundation“ künftig einen Beitrag zur Zukunftssicherung von Museum und Archiv leisten können. So gilt Jeffrey und Nadežda Brinck auch ganz persönlich großer Dank für das in uns gesetzte Vertrauen. Es wird uns stets Ansporn sein, Museum und Archiv auch künftig in bewährter Weise weiterzuentwickeln.“
