Präsentation von „Rienzi“-Handschriften in der Schatzkammer

Das Richard Wagner Museum zeigt in seiner Schatzkammer stets wertvolle Handschriften zur jeweiligen Neuproduktion der Bayreuther Festspiele. In diesem Jubiläumsjahr aus Anlass des 150-jährigen Bestehens findet genau 125 Jahre nach der letzten Bayreuther Erstaufführung, nämlich des Fliegenden Holländers 1901, die Erstaufführung von Wagners Frühwerk Rienzi, der Letzte der Tribunen statt. Daher präsentiert das Museum erstmals auch Handschriften Wagners zu diesem Werk.

Den Mittelpunkt bildet der autographe Gesamtentwurf Wagners. Dieser stellt die vollständigste Quelle des Werks dar. Die Handschrift der ausgearbeiteten Partitur dagegen hatte Wagner seinem großen königlichen Gönner Ludwig II. von Bayern 1868 zu Weihnachten geschenkt. Sie wurde 1939 von der Reichswirtschaftskammer aus dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds erworben, Adolf Hitler zum 50. Geburtstag geschenkt und ist – wie auch andere Partiturhandschriften Wagners – seit 1945 verschollen.

Weiterhin werden der Erstdruck des Klavierauszugs aus Wagners eigenem Besitz sowie Manuskripte zur Dichtung ausgestellt, darunter der Prosaentwurf, die Erstschrift des Textbuches sowie Wagners Regieanweisungen zum Ballett.

Foto: Haus Wahnfried, Schatzkammer