Wahnfried-Konzerte 2022 | „Das Mädchen spricht…“ – Lieder von Brahms, Zemlinsky und Mahler

Donnerstag, 11. August 2022
19.30 - 21.30 Uhr
Saal im Haus Wahnfried Bayreuth. Beitragsbild zu den Wahnfried-Konzerten 2022

Donnerstag, 11. August
19.30 Uhr

„Das Mädchen spricht…“ – Lieder von Brahms, Zemlinsky und Mahler

Samantha Gaul, Sopran
Götz Payer, Klavier

Die Sopranistin Samantha Gaul zählt zu den aufregendsten Neuentdeckungen in Europa und begeistert ihr Publikum mit ihrem glockenhellen Sopran. Ihr Recital im Haus Wahnfried bringt Werke von Brahms, Zemlinsky und Mahler zu Gehör. Mit diesem wunderbaren Programm der Spätromantik misst sich Samantha Gaul mit den Großen ihrer Zunft. Ihr Partner am Klavier ist der renommierte Pianist Götz Payer, der zu den begehrtesten deutschen Liedbegleitern zählt.

Bedřich Smetana (1824 – 1884)
„Aus der Heimat“. Duo für Violine und Klavier

Johannes Brahms (1821 – 1897)
Geheimnis op. 71 Nr. 3 – An die Nachtigall op. 46 Nr. 4 – Wir wandelten op. 96 Nr. 2 – Meine Liebe ist Grün op. 63 Nr. 5 – Mädchenlied op. 85 Nr. 3 – Schön war was ich Dir weihte op. 95 Nr. 7 – Mädchenlied op. 107 Nr. 5 – Komm bald op. 97 Nr.5 – Vergebliches Ständchen op. 84 Nr. 4 – Das Mädchen spricht op. 107 Nr. 3

Alexander von Zemlinsky (1871 – 1942)
Walzergesänge op. 6 – Liebe Schwalbe, Klagen ist der Mond gekommen – Fensterlein nachts bist du zu – Ich geh´ des Nachts, Blaues Sternlein, Briefchen schrieb ich

Gustav Mahler (1860 – 1911)
Frühlingsmorgen – Rheinlegendchen – Hans und Grete – Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald! – Wo die schönen Trompeten blasen – Erinnerung – Phantasie – Liebst du um Schönheit – Lob des hohen Verstands – Ablösung im Sommer – Wer hat dies Liedlein erdacht?

Kartenverkauf

Der Vorverkauf beginnt am 15. Juli 2022
persönlich an der Kasse des Richard Wagner Museums (Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr) oder per schriftlicher Bestellung gegen Vorkasse (vorzugsweise per E-Mail an info@wagnermuseum.de und unter vollständiger Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer).

Der Eintritt für die Wahnfried-Konzerte beträgt 25 €, ermäßigt 12,50 €. Die Ermäßigung gilt für Schüler, Studierende und Menschen mit Behinderungen. Eine berechtigte Begleitperson erhält ebenfalls die Ermäßigung. Ein entsprechender Nachweis ist am Einlass vorzulegen.

Anfragen für Rollstuhlplätze bitte per E-Mail an kasse@wagnermuseum.de.

Wahnfried-Konzerte 2022: Samantha Gaul, Sopran
Samantha Gaul. Foto: De-Da Productions

Samantha Gaul

Die Sopranistin Samantha Gaul zählt zu den aufregendsten Neuentdeckungen ihres Fachs in Europa. Ihr „glockenhell sicherer Sopran“ (Südkurier) begeistert Publikum und Kritik in Werken vom Barock bis zur Musik der Gegenwart.

Sie gehört dem Ensemble der Oper Leipzig ab der Spielzeit 2022/23 an. In Leipzig ist sie als Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Ännchen in Webers Der Freischütz, Zerlina in einer Neuproduktion von Don Giovanni, als First Niece in Brittens Peter Grimes, Frasquita in Carmen und weiteren Produktionen zu erleben. In der Spielzeit 2021/22 feierte sie ihr Debüt in der Titelpartie des Schlauen Füchslein von Janáček am Theater Freiburg und wird dort noch in Rollendebüts als Poussette (Manon) und Anne Trulove (The Rake‘s Progress) zu hören sein. Im Frühjahr 2022 gibt die junge Sopranistin ihr Hausdebüt als Najade an der Opéra National de Montpellier und bei der Schubertiade in Hohenems, wo sie zusammen mit dem Pianisten Kit Armstrong dessen Lieder nach Gedichten von Ulla Hahn uraufführen wird. Auch kehrt sie für die Sopranpartie in Carmina Burana erneut zu den Weilburger Schlosskonzerten zurück. 2020 war sie als Najade mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest und im Teatro Olimpico in Vicenza zu hören. Ihr Debüt in der Philharmonie Luxembourg gab Samantha Gaul mit Mahlers 4. Sinfonie unter Carlo Rizzari mit dem Orchestre de Chambre du Luxembourg.

Am Theater Freiburg, dessen Ensemble sie seit 2017 angehört, gestaltete sie u. a. die Partien der Adele (Die Fledermaus), Zerlina (Don Giovanni), Musetta (La Bohème), Olympia (Hoffmanns Erzählungen) und die Titelpartie der deutschen Erstaufführung von Mark Anthony Turnages Coraline. In der Spielzeit 2020/21 sollte sie erstmals als Nannetta (Falstaff), Susanna (Le Nozze di Figaro) und Ännchen (Der Freischütz) am Theater Freiburg zu hören sein, den Solo-Sopran in der Uraufführung Boulevard De La Dordogne von Gualtiero Dazzi in Straßburg übernehmen sowie ihr Hausdebut an der Staatsoper Hannover in der Rolle der Adele geben.

Gastengagements führten die junge Sopranistin für die Uraufführung Diodati. Unendlich von Michael Wertmüller an das Theater Basel, für die deutsche Erstaufführung von Franz Ignaz Becks Barockoper L’isle déserte zu den Schwetzinger SWR Festspielen, zu den Weilburger Schlosskonzerten, zum Rheingau-Musik-Festival, sowie erneut an das Staatstheater Augsburg, wo sie u. a. bereits als Sophie Scholl (Zimmermanns Weiße Rose), in der Titelpartie von Hartmanns Simplicius Simplicissimus, als Serpetta (La Finta Giardiniera) und Adina (L’elisir d’amore) überzeugen konnte. Darüber hinaus debütierte sie als Najade (Ariadne auf Naxos) an der Oper Frankfurt und als Musetta am Konzerttheater Bern.

Bereits während ihres Studiums an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Hedwig Fassbender, das sie schon als Jungstudentin begann und mit Auszeichnung abschloss, konnte sie erste Bühnenerfahrungen am Staatstheater Darmstadt, am Theater Gießen und bei der Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater sammeln. Sie studierte im Master-Studiengang Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater München bei Christiane Iven und erhielt Unterricht in den Liedklassen von Donald Sulzen, Fritz Schwinghammer und Tobias Truniger. Ihre Ausbildung ergänzen Meisterkurse bei Rudolf Piernay, Helmut Deutsch, Kai Wessel, Dorothee Mields und Axel Bauni, sowie die mehrfache Teilnahme, auch mit Oboe und Querflöte, am hessischen und deutschen Kammermusikkurs. Ausgezeichnet wurde sie u. a. mit Sonderpreisen der Walter und Charlotte Hamel-Stiftung und der Bundesapothekenkammer. Darüber hinaus gewann sie den 3. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin und ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes sowie der Da Ponte-Stiftung und der artemusica Stiftung. Zusammen mit ihrer Schwester Gina Gaul wurde sie zur mittelhessischen Kulturbotschafterin ernannt. Die „Opernwelt“ nominierte Samantha Gaul 2018 als Nachwuchskünstlerin des Jahres.

Götz Payer

Götz Payer konzertierte mit mehr als 70 Sängerinnen und Sängern darunter Mojca Erdmann, Ulrike Sonntag, Sarah Wegener, Sibylla Rubens, Samantha Gaul, Hamida Kristoffersen, KS Helene Schneiderman, Angela Brower, Ida Ränzlöv, Marie Seidler, Deniz Uzun, Thilo Dahlmann, Cornelius Hauptmann, Konrad Jarnot, Björn Bürger, André Morsch, Johannes Held, Andreas Weller und James Wagner.

Konzerte führten ihn zu Festivals und in Konzertsäle in Europa, Asien und den USA. Unter anderem zum Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Musikfest auf dem Lande, dem Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, dem Liedfest Berlin/Oxford, dem Schwarzwald Musikfestival, dem Bachfest Leipzig, dem Menuhin Festival Gstaad, den Max-Reger-Tagen Weiden, dem Oberstdorfer Musiksommer, der Atlanta Opera, der Tonhalle Zürich, der Oji Hall Tokio, dem Theater Wladiwostock, der Liederhalle Stuttgart, dem Staatstheater Stuttgart, der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart, der MUK Lübeck, dem Vielklangfestival, der Shizuoka Hall, der Schlosskonzerte Brühl, dem Herzogenberg Festival Heiden (CH), dem Schloss Leopoldskron Salzburg, dem Schloss Nymphenburg, der Opera Lille, der Laeiszhalle Hamburg, der Oper Frankfurt, dem Liedfestival „Der Zwerg“ und der Philharmonie Köln.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählten u. a. die King‘s Singers, das Ensemble Cantissimo, das Amaryllis Quartett, sowie die Schauspielerin Franziska Walser und die Schauspieler Mathias Gnädinger, Elmar Roloff und Walter Sittler.

Unter seiner Mitwirkung sind ca. 35 CD-Produktionen (Cavi-music, Carus, WP, Spektral, SWR, DRS) entstanden. 2013 wurde ein von ihm eigens für die 75-Jahre-Gedenkfeier zur Reichspogromnacht komponiertes Lied bei einem Konzert der Atlanta Opera uraufgeführt. Außerdem arrangierte er immer wieder Musik, so zum Beispiel die Lieder für die CD Makh tsu die Eygelech von Helene Schneiderman.

Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und des Collegium Iuvenum Stuttgart sowie im Klavierunterricht bei Gerhard Wilhelm. Nach dem Abitur studierte er zunächst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Stuttgart. Sein Klavier- und Liedgestaltungsstudium absolvierte er an den Musikhochschulen in Lübeck und Zürich bei Gotlinde Sudau, Konrad Elser und in der Meisterklasse von Irwin Gage. Er war Stipendiat des DAAD, Preisträger bei mehreren Wettbewerben und Mitglied der Förderprogramme Yehudi Menuhin Live-Music-Now und Next Generation II.

Als offizieller Begleiter zahlreicher Meisterkurse arbeitete er mit Künstlern wie Grace Bumbry, Hedwig Fassbender, Ulrike Sonntag, Ernst Haefliger, Kurt Moll, Matthias Goerne, Christoph Prégardien, Rudolf Piernay, Rudolf Jansen, Alberto Zedda und Gerd Uecker. Götz Payer wurde eingeladen, Lied-Meisterkurse in Frankreich, Italien, Russland und Deutschland zu geben. 2018 war er Teil des Exzellenz-Labors-Lied in Villecroze (F). Er unterrichtet Liedgestaltung an den Musikhochschulen in Köln und Frankfurt am Main. Ein wichtiges Anliegen von Götz Payer ist sein ehrenamtliches Engagement bei musikalischen Projekten zu den Themen Musik für Menschen mit Demenz, Singen mit und für Kinder, dem Gedenken der Opfer des Holocaust und der Verständigung zwischen Juden, Christen und Muslimen.

Wahnfried-Konzerte 2022: Götz Payer, Klavier
Götz Payer. Foto: Taschan

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