Donnerstag, 6. August
19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit den Hochschulen für Musik Karlsruhe, Prof. Dr. Stephan Mösch (Moderation), und Frankfurt/Main, Prof. Günther Albers (Musikalische Leitung)
Werke von Zimmermann, Wolf, Stockhausen, Scriabin, Schönberg, Schreker, Ligeti u.a.
Maria Hilmes, Mezzosopran
Renatus Mészár, Bassbariton
Nina Valcheva, Kontrabass
Martin Wagemann, Trompete
Günther Albers, Klavier
Programm
B. A. Zimmermann (1918-1970)
aus „Enchiridion – 2. Teil“ (1951) für Klavier, daraus:
Vigil – Hora
Christoph Maria Wagner (*1966)
Der rollende Totenschädel (2009)
für Bariton und Klavier
PAUSE
Karlheinz Stockhausen (1928-2007)
„DONNERSTAG aus LICHT“ (1978), daraus:
„Halt“ (1983) für Trompete und Kontrabass
„NACHT UND TRAUM“
Richard Wagner (1813-1883)
„Götterdämmerung“ (1876), Zweiter Aufzug, daraus:
Vorspiel und Erste Szene
„Schläfst Du, Hagen, mein Sohn?“
György Ligeti (1923-2006)
„Musica Ricercata“ (1951), daraus:
Nr. 2 Mesto, rigido e ceremioniale
Hugo Wolf (1860-1903)
Sonne der Schlummerlosen (Lord Byron) (1888)
Sehr langsam und ruhig
Alexandr Scriabin (1871-1915)
Deux Poèmes op. 63 (1914), daraus:
Nr. 2 „Etrangeté“
Franz Schubert (1797-1827)
Nacht und Träume (M. v. Collin) D 827 (1823)
Langsam
Frédéric Chopin (1810-1847)
Préludes op. 28 (1839), daraus:
Nr. 2 Lento
Arnold Schönberg (1874-1951)
Acht Lieder op. 6 (1903), daraus:
Nr. 1 Traumleben (J. Hart) – Langsam, zart
Franz Schreker (1878-1934)
Acht Lieder op. 7 (1903), daraus:
Nr. 3 Traum (Dora Leen) – Bewegt
Franz Liszt (1811-1886)
Schlaflos! Frage und Antwort (1883)
Nocturne für Pianoforte,
nach einem Gedicht von Toni Raab
Richard Wagner (1813-1883)
Träume (Mathilde Wesendonck)
Sehr mäßig bewegt, aber nie schleppend
Änderungen vorbehalten
Kartenverkauf
Kartenvorverkauf ab 15. Juli 2026
persönlich an der Kasse des Richard Wagner Museums (Montag–Sonntag, 10–18 Uhr) oder per schriftlicher Bestellung gegen Vorkasse (kasse@wagnermuseum.de).
Der Eintritt für die Wahnfried-Konzerte beträgt 30 €, ermäßigt 15 €.
Die Ermäßigung gilt für Schüler und Studierende.
Im Eintrittspreis für die Wahnfried-Konzerte ist der einmalige Besuch des Richard Wagner Museums am Tag des Konzertes oder am darauffolgenden Tag enthalten. Das Konzertticket ist an der Museumskasse vorzulegen.
Öffnungszeiten im Juli und August: Täglich 10–18 Uhr.
Anfragen für Rollstuhlplätze bitte per E-Mail an kasse@wagnermuseum.de
Maria Hilmes, Mezzosopran
Maria Hilmes hat sich als vielseitige Opernsängerin und intensive Bühnendarstellerin in der deutschen Theaterlandschaft etabliert. Sie sang über 60 Partien des Opernrepertoires. Insbesondere sind hier zu nennen: Sesto (Giulio Cesare in Eggito), Cherubino (Le Nozze di Figaro), Dorabella (Così fan tutte), Isabella (L’Italiana in Algeri), Wellgunde, Waltraute und die Zweite Norn in Wagners Das Rheingold, Götterdämmerung und Die Walküre, u.v.m.
Neun Jahre war sie fest am Theater Dortmund engagiert, wo außer dem Octavian die Titelpartie des Hamlet (Christian Joost), der Donna Elvira (Don Giovanni) oder auch die Titelpartie in La belle Helene (Offenbach) besondere Höhepunkte darstellten. Der deutschen Oper am Rhein ist sie seit vielen Jahren verbunden. Opernbühnen in ganz Deutschland sind weitere Stationen ihrer Laufbahn. Mit der Leonore (Fidelio) debütierte sie mit vielbeachtetem Erfolg am Volkstheater Rostock. Neben der Opernbühne sind Oratorium und Lied gleichermaßen wichtige Aspekte ihres Schaffens. So sang sie zuletzt die Alt-Solo Partien in der Johannespassion, dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach sowie in der Petite Messe Solenelle von Rossini im Berliner Dom.
Ihre Ausbildung erhielt Maria Hilmes in Hamburg und Köln, wo sie in der Klasse von Prof. Kelly Moog das Solistenexamen „mit Auszeichung“ erwarb. Wettbewerbserfolge in Berlin, Wien und
Nürnberg ebneten den Weg in die berufliche Laufbahn. Ihr erstes Festangegement erhielt sie an den Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach.
Renatus Mészár, Bassbariton
wurde 1966 in Laubach in Hessen geboren. Er studierte Kirchenmusik und Gesang in Hamburg und München .
Von 1992 bis 1995 war er Mitglied des Rundfunkchores des Norddeutschen Rundfunks, bevor er 1995 als „junger Bass“ ans Staatstheater Braunschweig engagiert wurde. Es folgten die Stationen Münster, Würzburg, Schwerin, Weimar, Bonn und Karlsruhe sowie Gastengagements an vielen deutschen und europäischen Theatern, u.a. Klagenfurt, Enschede, Halle, Komische Oper Berlin, Staatstheater Kassel, Gärtnerplatz München, Volksoper Wien, Ruhrtriennale Bochum, Staatsoper Hannover, Staastoper Budapest, Nationaltheater Mannheim u.a.
Sein gesungenes Repertoire umfasst mehr als 80 Partien, darunter Hans Sachs, Holländer, Amfortas, Wotan und Wanderer im Ring des Nibelungen, König Marke, Gurnemanz, Boris Godunow, König Philipp, Sarastro u.v.m.
Daneben widmet er sich immer wieder gern der Erkundung des unendlichen Fundus des Kunstliedes in diversen Liederabenden. Seit 2025 gehört Renatus Mészár zum Ensemble des Nationaltheaters Mannheim, wo er regelmäßig die großen Partien seines Fachs singt. Zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk, DVD und TV dokumentieren die Vielseitigkeit des Preisträgers mehrerer internationaler Wettbewerbe.
Nina Valcheva, Kontrabass
wurde in Plovdiv/Bulgarien geboren. Sie besuchte die Musikhochschulen in Sofia und Stuttgart (Klasse Prof. Lau), wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Nach einem Praktikum an der Württembergischen Staatsoper Stuttgart und einem Aushilfsvertrag im Radiosinfonieorchester Stuttgart, hatte sie Festanstellungen als Solokontrabassistin im Philharmonischen Orchester der Stadt Lübeck und am Nationaltheater Mannheim. Seit September 2011 ist sie stellv. 1. Solokontrabassistin bei den Stuttgarter Philharmonikern und seit dem Jahr 2022 Mitglied im Bayreuther Festspielorchester. Gasttätigkeiten in vielen namhaften Orchestern, darunter den Sinfonieorchestern des WDR und NDR, sowie verschiedenen Kammerensembles führten sie durch Europa und Asien. Nina Valcheva unterrichtet seit 2007 im Rahmen eines Lehrauftrags und seit 2023 als Professorin an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.
Martin Wagemann, Trompete
geboren 1979 in Wipperfürth, studierte Trompete bei Prof. Uwe Köller an der Folkwang Hochschule Essen und war Mitglied der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Seit 2004 ist er 1. Solotrompeter der Deutsche Oper Berlin.
Auf einem Gastspiel in Barcelona (2012) spielte er erstmals im Orchester der Bayreuther Festspiele, 2013 folgte die Berufung an die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth. Zahlreiche Tourneen und Tourneen führten ihn in namhafte Orchester, darunter die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester zu Leipzig, die Staatskapelle Dresden, die Staatskapelle Berlin, sowie diverse Rundfunkklangkörper. Dort arbeitete er unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Claudio Abbado, Bernard Haitink, Seiji Ozawa, Mariss Jansons, Christian Thielemann, Andris Nelsons, Kirill Petrenko, Daniel Barenboim und Pierre Boulez.
Kammermusikalisch machte er sich einen Namen als Mitglied der Jungen Deutschen Blechbläsersolisten, als Primus des Wagemann-Quartetts und im Blechbläserquintett Costum Tomaculum. Wagemann ist ständiger Gast in den international renommierten Blechbläserensembles Berlin Philharmonic Brass sowie German Brass.
Als Lehrer ist er in der Orchesterakademie der Deutschen Oper Berlin und als Associate Tutor am Orchesterzentrum / NRW tätig. Von 2013 bis 2017 war er Lehrbeauftragter an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin.
Seit 2017 lehrt er als Universitätsprofessor für Trompete an der Kunstuniversität Graz.
Günther Albers, Klavier
Er ist gefragter Kammermusik-Partner und als Pianist und Liedbegleiter aktiv. Zu den Sängerinnen und Sängern, mit denen Günther Albers zusammenarbeiten konnte gehören Sophie Koche, Claudia Mahnke, Anna Prohaska, Christine Schäfer, Eva-Maria Westbrook, Placido Domingo, Hanno Müller-Brachmann, René Pape, Peter Seiffert, Roman Trekel u.v.a.m.
Die über zwanzigjährige Tätigkeit von Günther Albers als Pianist und Dirigent führte ihn mit nahezu allen namhaften Dirigenten und Sängern unserer Zeit zusammen. Er assistierte u.a. Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen (Ring des Nibelungen), Kyrill Petrenko für Tristan und Isolde bei der Ruhrtriennale, Daniel Barenboim (Wozzeck, Lulu, Simone Boccanegra) und Sir Simon Rattle (Der Rosenkavalier, Katja Kabanova). Als Dirigent wirkte er u.a. am Aalto Theater Essen (u.a. Hänsel und Gretel, The Rake’s Progress), der Deutschen Oper am Rhein (u.a. Alcina, La Fille du Regiment, Madame la Peste (UA)), am Nationaltheater Mannheim (u.a. Rigoletto, L’Elisir d’amore), an der Oper Graz (Lulu) und an der Staatsoper Berlin (Orpheus in der Unterwelt, Hosokawas Hanjo).
Seit 1999, als Albers die musikalische Leitung des Internationalen Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein übernahm (bis 2004), ist ihm die Aus- und Fortbildung des Sängernachwuchses ein großes Anliegen. Er lehrte an der UdK Berlin und arbeitet mit dem Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden zusammen.
Seit Oktober 2015 ist Günther Albers Professor für die Musikalische Leitung in der Gesangabteilung des FB3 an der HfMDK Frankfurt am Main.
Prof. Dr. Stephan Mösch, Moderation
lehrt Ästhetik, Geschichte und Künstlerische Praxis des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Karlsruhe (seit 2013). Von 1994 bis 2013 prägte er das Profil der Fachzeitschrift Opernwelt (Berlin) und berichtete von Uraufführungen, Festivals und Neuproduktionen auf fünf Kontinenten.
Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele erscheint sein neues Buch »Bayreuth als Theater. Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte« bei den Verlagen Bärenreiter/Metzler. Seine Studie »Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners ›Parsifal‹ in Bayreuth 1882–1933« wurde mehrfach ausgezeichnet und kommt 2026 in dritter Auflage heraus (Bärenreiter). Stephan Mösch ist Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und verfasst regelmäßig Beiträge für Rundfunkanstalten der ARD. Als Jurymitglied wirkt er bei zahlreichen Wettbewerben für Gesang, Regie und Bühnengestaltung sowie beim Preis der deutschen Schallplattenkritik.
An der Hochschule für Musik Karlsruhe hat er das auf fünf Jahre angelegte Projekt »RIWA 26« initiiert (2021-2026), das auf das 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele zuläuft und sich an der Schnittstelle von wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung bewegt (www.riwa26.de).
Als Hochschullehrer im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich gehörte er zur ersten Faculty des Studiengangs »Executive Master in Arts Administration« an der Universität Zürich. Er unterrichtete außerdem an den Universitäten in Berlin (UdK), Graz (KUG), Marburg und Wien sowie bei den den Weimarer Meisterkursen, an der Korean National University of Arts in Seoul und am Conservatory of Music in Shanghai.
Weitere Buchveröffentlichungen u.a.: Komponieren für Stimme. Von Monteverdi bis Rihm (2. Auflage 2018); »Es gibt nichts Ewiges«. Wieland Wagner: Ästhetik, Zeitgeschichte, Wirkung (2019, gemeinsam mit Sven Friedrich); »Weil jede Note zählt«. Mozart interpretieren. Gespräche und Essays (2020); Wieviel Mozart braucht der Mensch? Musik im Wertewandel (2022).






