Sonntag, 2. August
19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit den Hochschulen für Musik Karlsruhe, Prof. Dr. Stephan Mösch (Moderation), und Frankfurt/Main, Prof. Günther Albers (Musikalische Leitung)
Werke von Pfitzner, Boulez, Debussy, Hartmann und Messiaen
Daria Tymoshenko, Sopran
Isa von Wedemeyer, Violoncello
Günther Albers, Klavier
Anm. d. Red.:
Leider musste Sarah Traubel ihre Mitwirkung aus persönlichen Gründen absagen. Freundlicherweise hat sich Daria Tymoshenko kurzfristig bereiterklärt einzuspringen. Hierfür sind wir ihr sehr dankbar und freuen uns auf ihren Auftritt!
Programm
Hans Pfitzner (1869-1949)
Fünf Klavierstücke op. 47 (1941), daraus:
Nr. 1 Letztes Aufbäumen
Pierre Boulez (1925-2016)
„Douze Notations“ (1945), daraus:
Nr. 2 Très vif. Strident
Nr. 3 Assez lent
Nr. 4 Rhythmique
Claude Debussy (1862-1918)
Cinque Poèmes de Charles Baudelaire (1887/89), daraus:
Harmonie du Soir
Le Jet d’Eau
La Mort des Amants
Pierre Boulez (1925-2016)
„Douze Notations“ (1945), daraus:
Nr. 7 Hiératique
Nr. 8 Modéré jusqu’à très vif
Nr. 9 Lointain. Calmé
Nr. 10 Mécanique et très sec
Nr. 11 Scintillant
Nr. 12 Lent – puissant et âpre
Claude Debussy (1862-1918)
Sonate für Violoncello und Klavier (1915)
Prologue: Lent
Sérénade: Modérément animé
Finale: Animé
PAUSE
Karl Amadeus Hartmann (1905-1963)
Lamento (1955)
Kantate für Sopran und Klavier, Texte: Andreas Gryphius
1. Elend
2. An meine Mutter
3. Friede
Olivier Messiaen (1908-1992)
„Quatuor pour la fin du temps“ (1941), daraus:
Nr. 5 Louange à l’éternité de Jésus
Änderungen vorbehalten
Kartenverkauf
Kartenvorverkauf ab 15. Juli 2026
persönlich an der Kasse des Richard Wagner Museums (Montag–Sonntag, 10–18 Uhr) oder per schriftlicher Bestellung gegen Vorkasse (kasse@wagnermuseum.de).
Der Eintritt für die Wahnfried-Konzerte beträgt 30 €, ermäßigt 15 €.
Die Ermäßigung gilt für Schüler und Studierende.
Im Eintrittspreis für die Wahnfried-Konzerte ist der einmalige Besuch des Richard Wagner Museums am Tag des Konzertes oder am darauffolgenden Tag enthalten. Das Konzertticket ist an der Museumskasse vorzulegen.
Öffnungszeiten im Juli und August: Täglich 10–18 Uhr.
Anfragen für Rollstuhlplätze bitte per E-Mail an kasse@wagnermuseum.de
Daria Tymoshenko, Sopran
Die ukrainische Sopranistin Daria Tymoshenko widmet sich mit besonderer Intensität der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Werke von Schönberg, Berg, Reimann und Zender bilden markante Schwerpunkte ihres Repertoires. In der Alten Oper Frankfurt war sie als Solistin in Schönbergs Streichquartett Nr. 2 zu erleben, an der Oper Frankfurt debütierte sie 2025 in Aribert Reimanns Melusine. Beim Hans-Zender-Festival interpretierte sie unter der Leitung von Michael Wendeberg Zenders Issei no kyo.
Als Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute arbeitete sie mit dem Ensemble Modern und wirkte als Solistin an der Uraufführung von Le coq est mort von Fojan Gharibnejad und Silvan Rechsteiner mit. Ihr Berliner Debüt gab sie 2023 als Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel in der Berliner Philharmonie.
Daria Tymoshenko studierte in Kyjiw, Monopoli und Frankfurt am Main, wo sie ihre Abschlussprüfung mit Auszeichnung ablegte. Die Verbindung von musiktheatralischer Präsenz, stilistischer Vielseitigkeit und einer ausgeprägten Affinität zur musikalischen Moderne prägt ihr künstlerisches Profil.
Isa von Wedemeyer, Violoncello
Isa von Wedemeyer ist seit 2002 Vorspielerin der Violoncelli der Staatskapelle Berlin. Ihre berufliche Laufbahn und Konzerttätigkeit führte sie in viele europäische Länder, in die USA und nach Asien. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie bei Prof. Maria Kliegel in Köln, bei Prof. Janos Starker in Bloomington (Indiana, USA) und zuletzt in Berlin bei Prof. Wolfgang Boettcher. Zu ihren Kammermusik- Lehrern zählten insbesondere Isaac Stern, Mitglieder des Amadeus-Quartetts und das Alban-Berg-Quartett. Vor ihrem Engagement an die Staatsoper Unter den Linden war sie Solo-Cellistin des Jeunesses Musicales World Orchestra und Mitglied der Orchesterakademie bei der Staatskapelle Berlin, bei der sie häufig als Mentorin tätig ist.
Sie ist mehrfache Preisträgerin u.a. des »Wettbewerbs des deutschen Musikinstrumentenfonds « und erhielt von der Deutschen Stiftung Musikleben wertvolle Instrumente als Leihgabe. Als Stipendiatin des »Deutschen Musikwettbewerbs « wurde Isa von Wedemeyer in die Bundesauswahl »Konzerte junger Künstler« aufgenommen. Seitdem konzertiert sie als Solistin und Kammermusikerin im In- und Ausland. Sie ist an zahlreichen Rundfunk-, CD- und Fernsehproduktionen beteiligt. Mit Günther Albers spielt sie seit vielen Jahren in verschiedenen Kammermusik-Formationen, insbesondere im Trio September.
Im Orchester der Bayreuther Festspiele wirkt sie in diesem Jahr zum ersten Mal mit.
Günther Albers, Klavier
ist gefragter Kammermusik-Partner und als Pianist und Liedbegleiter aktiv. Zu den Sängerinnen und Sängern, mit denen Günther Albers zusammenarbeiten konnte gehören Sophie Koche, Claudia Mahnke, Anna Prohaska, Christine Schäfer, Eva-Maria Westbrook, Placido Domingo, Hanno Müller-Brachmann, René Pape, Peter Seiffert, Roman Trekel u.v.a.m.
Die über zwanzigjährige Tätigkeit von Günther Albers als Pianist und Dirigent führte ihn mit nahezu allen namhaften Dirigenten und Sängern unserer Zeit zusammen. Er assistierte u.a. Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen (Ring des Nibelungen), Kyrill Petrenko für Tristan und Isolde bei der Ruhrtriennale, Daniel Barenboim (Wozzeck, Lulu, Simone Boccanegra) und Sir Simon Rattle (Der Rosenkavalier, Katja Kabanova). Als Dirigent wirkte er u.a. am Aalto Theater Essen (u.a. Hänsel und Gretel, The Rake’s Progress), der Deutschen Oper am Rhein (u.a. Alcina, La Fille du Regiment, Madame la Peste (UA)), am Nationaltheater Mannheim (u.a. Rigoletto, L’Elisir d’amore), an der Oper Graz (Lulu) und an der Staatsoper Berlin (Orpheus in der Unterwelt, Hosokawas Hanjo).
Seit 1999, als Albers die musikalische Leitung des Internationalen Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein übernahm (bis 2004), ist ihm die Aus- und Fortbildung des Sängernachwuchses ein großes Anliegen. Er lehrte an der UdK Berlin und arbeitet mit dem Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden zusammen.
Seit Oktober 2015 ist Günther Albers Professor für die Musikalische Leitung in der Gesangabteilung des FB3 an der HfMDK Frankfurt am Main.
Prof. Dr. Stephan Mösch (Moderation)
lehrt Ästhetik, Geschichte und Künstlerische Praxis des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Karlsruhe (seit 2013). Von 1994 bis 2013 prägte er das Profil der Fachzeitschrift Opernwelt (Berlin) und berichtete von Uraufführungen, Festivals und Neuproduktionen auf fünf Kontinenten.
Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele erscheint sein neues Buch »Bayreuth als Theater. Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte« bei den Verlagen Bärenreiter/Metzler. Seine Studie »Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners ›Parsifal‹ in Bayreuth 1882–1933« wurde mehrfach ausgezeichnet und kommt 2026 in dritter Auflage heraus (Bärenreiter). Stephan Mösch ist Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und verfasst regelmäßig Beiträge für Rundfunkanstalten der ARD. Als Jurymitglied wirkt er bei zahlreichen Wettbewerben für Gesang, Regie und Bühnengestaltung sowie beim Preis der deutschen Schallplattenkritik.
An der Hochschule für Musik Karlsruhe hat er das auf fünf Jahre angelegte Projekt »RIWA 26« initiiert (2021-2026), das auf das 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele zuläuft und sich an der Schnittstelle von wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung bewegt (www.riwa26.de).
Als Hochschullehrer im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich gehörte er zur ersten Faculty des Studiengangs »Executive Master in Arts Administration« an der Universität Zürich. Er unterrichtete außerdem an den Universitäten in Berlin (UdK), Graz (KUG), Marburg und Wien sowie bei den den Weimarer Meisterkursen, an der Korean National University of Arts in Seoul und am Conservatory of Music in Shanghai.
Weitere Buchveröffentlichungen u.a.: Komponieren für Stimme. Von Monteverdi bis Rihm (2. Auflage 2018); »Es gibt nichts Ewiges«. Wieland Wagner: Ästhetik, Zeitgeschichte, Wirkung (2019, gemeinsam mit Sven Friedrich); »Weil jede Note zählt«. Mozart interpretieren. Gespräche und Essays (2020); Wieviel Mozart braucht der Mensch? Musik im Wertewandel (2022).




