Freitag, 31. Juli
19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit den Hochschulen für Musik Karlsruhe, Prof. Dr. Stephan Mösch (Moderation), und Frankfurt/Main, Prof. Günther Albers (Musikalische Leitung)
Werke von Faltis, Berg, Furtwängler, Busoni und R. Strauss
Christiane Libor, Sopran
Hanno Müller-Brachmann, Bariton
Petra Schwieger, Violine
Günther Albers, Klavier
Programm
Evelyn Faltis (1887-1937)
Violinsonate op. 6 (1924)
Allegro con spirito
Andante religioso
Allegro energico
Alban Berg (1885-1935)
Sieben frühe Lieder (1905-1908)
Nacht (Carl Hauptmann)
Schilflied (Nikolaus Lenau)
Die Nachtigall (Theodor Storm)
Traumgekrönt (Rainer Maria Rilke)
Im Zimmer (Johannes Schlaf)
Liebesode (Otto Erich Hartleben)
Sommertage (Paul Hohenberg)
PAUSE
Wilhelm Furtwängler (1886-1954)
Violinsonate Nr. 1 d-moll (1916-35), daraus:
3. Satz: Moderato, (Ziemlich ruhig)
Ferruccio Busoni (1866-1924)
Goethe-Lieder (1918-1924)
Lied des Brander (1918)
Lied des Mephistopheles (1918)
Lied des Unmuts (1918), KiV 281
Schlechter Trost (1924), KiV 298a
Zigeunerlied (1923)
Richard Strauss (1864-1949)
Violinsonate Es-Dur op. 18 (1887), daraus:
2. Improvisation. Andante cantabile
3. Finale. Andante – Allegro
Änderungen vorbehalten
Kartenverkauf
Kartenvorverkauf ab 15. Juli 2026
persönlich an der Kasse des Richard Wagner Museums (Montag–Sonntag, 10–18 Uhr) oder per schriftlicher Bestellung gegen Vorkasse (kasse@wagnermuseum.de).
Der Eintritt für die Wahnfried-Konzerte beträgt 30 €, ermäßigt 15 €.
Die Ermäßigung gilt für Schüler und Studierende.
Im Eintrittspreis für die Wahnfried-Konzerte ist der einmalige Besuch des Richard Wagner Museums am Tag des Konzertes oder am darauffolgenden Tag enthalten. Das Konzertticket ist an der Museumskasse vorzulegen.
Öffnungszeiten im Juli und August: Täglich 10–18 Uhr.
Anfragen für Rollstuhlplätze bitte per E-Mail an kasse@wagnermuseum.de
Christiane Libor, Sopran
wurde in Berlin geboren und studierte an der Musikhochschule für Musik „Hanns Eisler“. Ihre Ausbildung vervollständigte sie bei Dietrich Fischer-Dieskau, Julia Varady und Brigitte Fassbaender. Sie hat mit zahlreichen der weltweit angesehensten Dirigenten wie Philippe Auguin, Asher Fisch, Philippe Jordan, Kurt Masur, Marc Minkowski, Helmuth Rilling, Sebastian Weigle, Simone Young, Jaap van Zweden u.v.m. musiziert und arbeitet an Opernhäusern wie: Staatsoper Hamburg, Staatsoper Berlin Opera de Bastille, Semperoper Dresden, Oper Washington u.v.m.
Die Saison 2024/25 war geprägt von ihrem Debüt als Elektra in der gleichnamigen Oper von Strauss bei den Heidenheimer Schlossfestspielen. Im Januar 2026 war Christiane Libor erneut als Brünnhilde in der Götterdämmerung im Leipziger Ring unter dem Dirigat mit Ulf Schirmer zu hören.
In der Saison 23/24 sang sie die Rolle der Brünnhilde bei den Tiroler Festspielen Erl in einer Neuinszenierung von KS Brigitte Fassbaender unter der Leitung von Erik Nielson, die Titelrolle in Tristan und Isolde an der Oper Leipzig unter der Leitung von Christoph Gedschold sowie die Brünnhilde in Götterdämmerung an der Oper Stuttgart mit Cornelius Meister.
Ihre Konzerttätigkeit umfasst Auftritte als Sieglinde im ersten Akt der Walküre in Wien unter der Leitung von Omer Meir Wellber und in Münster mit Golo Berg sowie Ausschnitte aus Wagners Ring mit Joseph Swenson in Bordeaux. Im Frühjahr 2024 war sie als Brünnhilde unter der Leitung von Kent Nagano zu hören („Wagner-Lesarten“). Zu den Höhepunkten der jüngsten Vergangenheit gehören auch Die Walküre unter der Leitung von Jaap van Zweden mit den Salzburger Osterfestspielen auf Tournee im Beijing Poly Theatre, die drei Brünnhildes in Der Ring des Nibelungen an der Oper Leipzig unter der Leitung von Ulf Schirmer, ein Rollendebüt als Kundry in Parsifal an der Oper Stuttgart in einer Inszenierung von Calixto Bieito u.v.a.m. Eine große Liebe verbindet Christiane Libor mit dem Liedgesang. Mit der Pianistin Claar ter Horst gestaltet sie viele Liederabende. Zuletzt erschien eine CD mit Gesängen von Robert Schumann bei NAXOS.
Seit 2011 hat Christiane Libor eine Professur an der Hochschule für Musik Karlsruhe inne.
Hanno Müller-Brachmann, Bariton
Der Bassbariton Hanno Müller-Brachmann arbeitet als Lied-, Konzert- und Opernsänger mit vielen prägenden Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit zusammen. Darunter Sir Simo Rattle, Bernard Haitink, Herbert Blomstedt, Iván Fischer, Andris Nelsons oder Zubin Mehta. Wichtige Klavierpartner sind Malcolm Martineau, Hendrik Heilmann, Philippe Jordan und Daniel Barenboim. Unter ihm wurde er mit 27 Jahren in das nsemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden aufgenommen. Auftritte an den Staatsopern in München, Wien und Hamburg sowie der Mailänder Scala und bei Festspielen in Salzburg, Florenz, Aix, München, Berlin, Peking der Edinburgh, bei der Schubertiade in Schwarzenberg und den BBC Proms schlossen sich an, ebenso wie seine Zusammenarbeit mit führenden Orchestern in Berlin, New York, Boston, Chicago, London, San Francisco, Madrid, Shanghai, Tel Aviv u.v.m.
Hanno Müller-Brachmann studierte in Freiburg bei Ingeborg Most und in Mannheim bei Rudolf Piernay. In Berlin besuchte er die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau. Drei Wettbewerbsgewinne in Folge und 2. Preise beim internationalen ARD-Wettbewerb in München und dem internationalen Wettbewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh markieren den Beginn seiner beruflichen Laufbahn.
Als Pädagoge hatte er zunächst Lehraufträge an der UdK Berlin und an der HfM Hanns Eisler inne, ehe er 2011 an die Hochschule für Musik Karlsruhe berufen wurde. Er ist Juror internationaler Wettbewerbe und setzt sich nachdrücklich für den Erhalt und die Verbesserung der musikalischen Bildung ein.
Petra Schwieger, Violine
Die Geigerin Petra Schwieger ist Vorspielerin in den 1. Violinen der Staatskapelle Berlin. Gemeinsam mit dem Orchester tritt sie auf den wichtigen Bühnen der Welt wie z.B. in der Carnegie Hall, dem Wiener Musikverein und der Philharmonie de Paris mit Musikern wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann, Yefim Bronfman, Martha Argerich, Yo-Yo Ma u.a. auf.
Als passionierte Kammermusikerin musiziert sie regelmäßig bei Festivals wie dem „Jerusalem Chamber Music Festival“, den „Altmark-Festspielen“ und als Mitglied des „Boulez-Ensembles“ im „Pierre Boulez Saal“. Sie ist zudem auch Mitglied des „Else-Ensemble“ und des „Trio September“. Solistisch trat sie mit dem Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, „Preußens Hofmusik“, dem Orchester des „Interlochen Arts Camp“ Michigan/ USA und dem Philharmonischen Orchester Frankfurt/ Oder auf.
Ihr Studium absolvierte die Geigerin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und an der „Guildhall School of Music and Drama“ in London. Hierbei wurde sie durch Stipendien der „Studienstiftung des deutschen Volkes“, der „Deutschen Stiftungen Musikleben“ und des DAAD gefördert.
Petra Schwieger spielt auf einer Geige von Ferdinand Gagliano.
Günther Albers, Klavier
Er ist gefragter Kammermusik-Partner und als Pianist und Liedbegleiter aktiv. Zu den Sängerinnen und Sängern, mit denen Günther Albers zusammenarbeiten konnte gehören Sophie Koche, Claudia Mahnke, Anna Prohaska, Christine Schäfer, Eva-Maria Westbrook, Placido Domingo, Hanno Müller-Brachmann, René Pape, Peter Seiffert, Roman Trekel u.v.a.m.
Die über zwanzigjährige Tätigkeit von Günther Albers als Pianist und Dirigent führte ihn mit nahezu allen namhaften Dirigenten und Sängern unserer Zeit zusammen. Er assistierte u.a. Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen (Ring des Nibelungen), Kyrill Petrenko für Tristan und Isolde bei der Ruhrtriennale, Daniel Barenboim (Wozzeck, Lulu, Simone Boccanegra) und Sir Simon Rattle (Der Rosenkavalier, Katja Kabanova). Als Dirigent wirkte er u.a. am Aalto Theater Essen (u.a. Hänsel und Gretel, The Rake’s Progress), der Deutschen Oper am Rhein (u.a. Alcina, La Fille du Regiment, Madame la Peste (UA)), am Nationaltheater Mannheim (u.a. Rigoletto, L’Elisir d’amore), an der Oper Graz (Lulu) und an der Staatsoper Berlin (Orpheus in der Unterwelt, Hosokawas Hanjo).
Seit 1999, als Albers die musikalische Leitung des Internationalen Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein übernahm (bis 2004), ist ihm die Aus- und Fortbildung des Sängernachwuchses ein großes Anliegen. Er lehrte an der UdK Berlin und arbeitet mit dem Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden zusammen.
Seit Oktober 2015 ist Günther Albers Professor für die Musikalische Leitung in der Gesangabteilung des FB3 an der HfMDK Frankfurt am Main.
Prof. Dr. Stephan Mösch (Moderation)
lehrt Ästhetik, Geschichte und Künstlerische Praxis des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Karlsruhe (seit 2013). Von 1994 bis 2013 prägte er das Profil der Fachzeitschrift Opernwelt (Berlin) und berichtete von Uraufführungen, Festivals und Neuproduktionen auf fünf Kontinenten.
Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele erscheint sein neues Buch »Bayreuth als Theater. Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte« bei den Verlagen Bärenreiter/Metzler. Seine Studie »Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners ›Parsifal‹ in Bayreuth 1882–1933« wurde mehrfach ausgezeichnet und kommt 2026 in dritter Auflage heraus (Bärenreiter). Stephan Mösch ist Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und verfasst regelmäßig Beiträge für Rundfunkanstalten der ARD. Als Jurymitglied wirkt er bei zahlreichen Wettbewerben für Gesang, Regie und Bühnengestaltung sowie beim Preis der deutschen Schallplattenkritik.
An der Hochschule für Musik Karlsruhe hat er das auf fünf Jahre angelegte Projekt »RIWA 26« initiiert (2021-2026), das auf das 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele zuläuft und sich an der Schnittstelle von wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung bewegt (www.riwa26.de).
Als Hochschullehrer im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich gehörte er zur ersten Faculty des Studiengangs »Executive Master in Arts Administration« an der Universität Zürich. Er unterrichtete außerdem an den Universitäten in Berlin (UdK), Graz (KUG), Marburg und Wien sowie bei den den Weimarer Meisterkursen, an der Korean National University of Arts in Seoul und am Conservatory of Music in Shanghai.
Weitere Buchveröffentlichungen u.a.: Komponieren für Stimme. Von Monteverdi bis Rihm (2. Auflage 2018); »Es gibt nichts Ewiges«. Wieland Wagner: Ästhetik, Zeitgeschichte, Wirkung (2019, gemeinsam mit Sven Friedrich); »Weil jede Note zählt«. Mozart interpretieren. Gespräche und Essays (2020); Wieviel Mozart braucht der Mensch? Musik im Wertewandel (2022).





