Wahnfried-Konzerte | Hans-Jürgen Schatz, Rezitation, und Gerlint Böttcher, Klavier

Donnerstag, 01. August 2019
19.30 - 22.00 Uhr
Foto des Saals in Haus Wahnfried

Programm

„In säuselnder Kühle beginnen die Spiele…“

Franz Liszt (1811–1886)
Années de Pèlerinage – Première Année: Suisse

Textauszüge aus Werken von George Gordon Noël Lord Byron (1788–1824), Étienne Pivert de Sénancour (1770–1846) und Friedrich Schiller (1759–1805)

Franz Liszt (1811–1886) komponierte mehrere Klavierzyklen unter dem Titel „Années de Pèlerinage“ (Pilgerjahre). Der erste Band ist der Schweiz (Suisse) gewidmet.

Franz Liszt lebte 1835/36 mit seiner Geliebten Marie d‘Agoult in der Schweiz. In neun Kompositionen für Klavier gibt er seine sehr persönlichen Gedanken und Erinnerungen an jene Zeit wieder.

Franz Liszt sah die Schweiz mit den Augen eines Romantikers. Inspiration verdankte er dem Versepos von George Gordon Noël Lord Byron (1788–1824) „Childe Harolds Pilgerfahrt“, dessen Helden der Autor im Vorwort zum 3. Band als „eine Ausprägung seiner selbst“ bezeichnet sowie dem Briefroman „Oberman“ von Etienne Pivert de Sénancour, dessen Protagonist Oberman eine Reise durch die Schweiz unternimmt und sich bei Betrachtung der Natur philosophischen Reflexionen hingibt. Aus beiden Werken sowie aus einem Gedicht von Friedrich Schiller stammen die Zitate, die Franz Liszt seinen Kompositionen zum Schweizer Pilgerjahr als eine Art Motto vorangestellt hat.

Diese Zitate hat Hans-Jürgen Schatz auf den Ursprung zurückgeführt, die Striche in Teilen aufgemacht. Nahtlos vorgetragen, ergeben Musik und Texteinen spannenden inneren/äußeren Monolog, der einen starken Sog entfaltet.

Franz Liszt
Chapelle de Guillaume Tell

Franz Liszt
Aus dem Vorwort

Lord Byron
„Childe Harolds Pilgerfahrt”, Dritter Gesang, 85 und 86

Franz Liszt
Au lac de Wallenstadt
Pastorale

Friedrich von Schiller
Morgenphantasie

Franz Liszt
Au bord d’une source

Lord Byron
„Childe Harolds Pilgerfahrt”, Dritter Gesang, 95 und 96

Franz Liszt
Orage

Etienne Pivert de Sénancour
aus „Oberman” – Roman in Briefen

Lord Byron
„Childe Harolds Pilgerfahrt”, Dritter Gesang, 97

Franz Liszt
Vallée d’Obermann

Lord Byron
„Childe Harolds Pilgerfahrt”, Dritter Gesang, 98

Franz Liszt
Eglogue

Etienne Pivert de Sénancour
Le mal du pays (Auszüge)
aus „Oberman” – Roman in Briefen

Franz Liszt
Le mal du pays

Etienne Pivert de Sénancour
aus „Oberman” – Roman in Briefen

Franz Liszt
Les cloches de Genève: Nocturne

 

Änderungen vorbehalten

Allgemeine Informationen

  • Der Eintritt beträgt 25 , ermäßigt 12,50 . Die Ermäßigung gilt für Schüler, Studierende und Menschen mit Behinderungen ab GdB 70%. Eine berechtigte Begleitperson erhält ebenfalls die Ermäßigung. Ein entsprechender Nachweis ist am Einlass vorzulegen. Anfragen für Rollstuhlplätze bitte per E-Mail an kasse@wagnermuseum.de.
  • Karten sind ab 1. Juli 2019 unter www.ticketmaster.de (Suchbegriff „Wahnfried-Konzerte“) bzw. an den mit Ticketmaster assoziierten Vorverkaufsstellen erhältlich oder per Telefon unter 01806 999 0000 (0,20 € pro Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 € pro Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz).
  • Am Veranstaltungstag sind Restkarten ausschließlich an der Kasse des Richard Wagner Museums erhältlich – von 10 Uhr bis 18 Uhr und von 18.30 Uhr bis zum Konzertbeginn.
  • Einlass: 19 Uhr
  • Alle Konzerte finden im Saal von Haus Wahnfried statt.

Foto: Porträt Hans-Jürgen Schatz
Hans-Jürgen Schatz

Hans-Jürgen Schatz

debütierte mit der Hauptrolle im Spielfilm „Flamme empor“. Seither wirkte er in zahlreichen Theaterinszenierungen sowie Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter „Heimat“, „Der Fahnder“ und „Salto Postale“. Einen exzellenten Ruf als Rezitator erwarb er sich mit Texten von Erich Kästner, Jean Paul und Thomas Mann. Vielfach arbeitet er im Bereich der klassischen Musik, die ihn u.a. mit dem Klavierduo Katia und Marielle Labèque, der Cembalistin Hedwig Bilgram, den Sängern Michaela Kaune, Claudia Barainsky, Daniel Behle, Thilo Dahlmann, Andreas Schmidt, Peter Schreier und Roman Trekel sowie den Dirigenten Andrey Boreyko, Jeffrey Tate und Christian Thielemann zusammengeführt hat. Seine Interpretation von L. F. Baums „Der Zauberer von Oos“ und die Einspielung der musikalischen Erzählung „Paddington Bärs erstes Konzert“ (mit den Hamburger Symphonikern) wurden mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ u. a. ausgezeichnet. Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Hans-Jürgen Schatz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Mehr zur seiner Person unter www.hans-juergen-schatz.de.

Gerlint Böttcher

ist Gast auf vielen Konzertbühnen Europas, Amerikas sowie des Nahen Ostens und konzertiert als Solistin renommierter Orchester wie des Konzerthauses Berlin, der Berliner Symphoniker, des Philharmonischen Staatsorchesters Halle, des Philharmonischen Orchesters Südwestfalen – Landesorchester Nordrheinwestfalen, des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder und der Jenaer Philharmonie unter Dirigenten wie Heribert Beissel, Russell N. Harris und Nicholas Milton. Mit dem Konzertexamen beendete sie ihr Studium „mit Auszeichnung“ an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ bei Prof. Renate Schorler. Nachhaltig geprägt wurde sie u.a. durch die Professoren Georg Sava und Bernard Ringeissen. Sie ist mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und wurde durch die Berliner Gotthard-Schierse-Stiftung gefördert; CD-Einspielungen mit Solowerken von Liszt, Mendelssohn, Ravel, Prokofjew, Vorisek und Schubert sind u.a. bei ars musici erschienen. Ihre neuesten Aufnahmen sind Live-Mitschnitte der Klavierkonzerte Nr.1 von Schostakowitsch und Beethoven sowie des Klavierkonzerts Nr. 2 von Mendelssohn-Bartholdy mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim im Rahmen der Bad Homburger Schlosskonzerte und der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen.

Foto: Porträt Gerlint Böttcher
Gerlint Böttcher

Zahlreich sind die Produktionen und Live-Übertragungen nationaler und internationaler Fernseh- und Rundfunkanstalten. Ein weiterer Höhepunkt ihrer künstlerischen Aktivitäten waren ihre Auftritte im Rahmen des Deutschlandjahres 2012/13 unter der Federführung des Goethe-Instituts. Hier spielte sie beim ersten „Deutsch-Russischen PianoArtFestival“ in Ryazan/Russland neben einem Solorecital auch das 1. Klavierkonzert von Schostakowitsch als Solistin des Philharmonischen Orchesters Ryazan unter der Leitung von Sergey Oselkov.

Kürzlich sorgte sie für das musikalische Rahmenprogramm des TakeOff Award 2016 des Holiday Inn Berlin Airport. Sie gestaltete musikalisch eine Lesung mit Iris Berben und die Vorstellung der Angela-Merkel-Biografie „Die Zauderkünstlerin“ von Nicolaus Blome in Berlin.

Am 9. November 2009 übernahm Gerlint Böttcher die musikalische Gestaltung der Verleihung des Europapreises der Deutschen Gesellschaft e.V. an Hans-Dietrich Genscher aus Anlass des 20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer.

In der Saison 2018/19 stehen neben zahlreichen solistischen Auftritten auch eine Einladung zum Hohenloher Kultursommer und gemeinsame Auftritte mit dem Schauspieler Hans-Jürgen Schatz auf dem Programm. Sie ist Jurorin des internationalen „Mendelssohn Piano Competition 2018“ in China. Außerdem geht sie auf eine 14-tägige Chinatournee mit Konzerten in Peking, Xiamen und Zhengzhou und gibt Meisterkurse an drei Universitäten des Landes.

Neben ihrer regen Konzerttätigkeit lehrt die Pianistin an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen.

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