15. März bis 27. Mai 2018 | Das verdächtige Saxophon. ‚Entartete Musik’ im NS-Staat

15. März bis 27. Mai 2018

Das verdächtige Saxophon. ‚Entartete Musik’ im NS-Staat

Eine kommentierte Rekonstruktion der Düsseldorfer Ausstellung von 1938

Nach den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen von 1933 und der Vertreibung und Inhaftierung regimekritischer Künstler folgte 1937 die Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“.  Auch in der Musik wurden vor allem die ästhetischen und stilistischen Tendenzen der Moderne als „Degeneration“ und „Zersetzung“ gebrandmarkt.  So wurde im Mai 1938 bei den „Reichsmusiktagen“ in Düsseldorf eine Ausstellung „Entartete Musik“ gezeigt.

Wie die Münchner Schau stellte sie angeblich „Undeutsches“ an den Pranger und diskriminierte jüdische Operetten- und Schlagerkomponisten, atonale Werke und den Jazz als „artfremd“.

Fünfzig Jahre nach der Eröffnung der Ausstellung „Entartete Kunst“ haben Peter Girth (Düsseldorfer Symphoniker) und Albrecht Dümling (Berlin) in einer kommentierten Rekonstruktion der NS-Schau an die diskriminierende ideologische Reglementierung und Indienstnahme des deutschen Musiklebens durch den Nationalsozialismus erinnert. Im Auftrag der Stiftung Berliner Philharmoniker und der Tonhalle Düsseldorf entstand 2007 eine Neufassung unter dem Titel „Das verdächtige Saxophon. ‚Entartete Musik‘ im NS-Staat“.

Das Plakat zur Ausstellung zeigt das Titelmotiv der die Ausstellung 1938 begleitenden Broschüre von Hans Severus Ziegler: Ein schwarzer Jazzmusiker, Titelfigur der Oper „Jonny spielt auf“ von Ernst Krenek, galt als Symbol der „Entartung“, unterstrichen durch den Judenstern im Knopfloch.

Ab 15. März 2018 zeigt das Richard Wagner Museum Bayreuth die Wanderausstellung. Erweitert wird sie in Bayreuth durch Exponate, welche die politische Indienstnahme des Wagner-Erbes dokumentieren.

Karikatur: Das Titelmotiv der die Ausstellung 1938 begleitenden Broschüre von Hans Severus Ziegler.
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