Zur Geschichte
Wahnfried-Archiv / Richard-Wagner-Archiv (RWA)
Bestand: Nachlass Richard und Cosima Wagners.
Ort: Festspielhaus und Haus Wahnfried.
Träger: Familie Wagner (bis 1973) Richard-Wagner-Stiftung (seit 1973)
Leitung: 1932-1953: Dr. Otto Strobel (*20.08.1895 +23.02.1953).
1953-1976: Gertrud Strobel (*20.03.1898 +11.06.1979).
1976-1993: Dr. Manfred Eger (*17.09.1927) als wissenschaftlicher Leiter der Richard-Wagner-Stiftung.
seit 1993: Dr. Sven Friedrich (*05.04.1963) als wissenschaftlicher Leiter der Richard-Wagner-Stiftung.
Geschichte: Familienarchiv, 1976 ins Nationalarchiv der 1973 gegründeten Richard-Wagner-Stiftung überführt.
Richard-Wagner-Forschungsstätte (RWF)
Bestand: Spezialbibliothek
Ort: Wolzogen-Haus, Lisztstr. 2, 95444 Bayreuth
Träger: Reichskanzlei, Stadt Bayreuth
Leitung: Dr. Otto Strobel, Stadtbibliothekar und Archivar des Hauses Wahnfried.
Wolfgang Wagner (interimistisch 1952/53).
Geschichte: Anstoß v. Bürgermeister Karl Keller u. OB Dr. Otto Schmidt v. 16.3.1938 in Absprache mit Winifred Wagner, durch deren Vermittlung Hitler eine entsprechende Denkschrift
zugeleitet wurde. Die Einschaltung der Reichskanzlei durch Winifred Wagner erfolgte, um die RWF dem Einfluss des nach Rücktritt Schmidts kommissarischen OB Gauleiter Wächtler zu entziehen. Auf
Führerbefehl v. 22.5.1938 erfolgte am 13.2.1939 die Eröffnung. Schließung im April 1945.
19.06.1952: Übergabe des Vermögens als ehemaliger Reichsbesitz auf Anordnung des bayerischen Staatsministeriums für Finanzen an den Stadtrat Bayreuth zwecks Schaffung eines
Richard-Wagner-Archivs.
Stadtratsbeschuss v. 11.02.52: Zusammenlegung mit der RWG geplant, jedoch einstweilige Lagerung im Festspielhaus und interimistische Leitung durch Wolfgang Wagner.
03.07.1952: Übernahme der Bestände ins RWA im Festspielhaus durch Dr. Otto Strobel.
1953: Rückgabe und Integration der Bestände an die städtische RWG.
Richard-Wagner-Gedenkstätte (RWG)
Bestand: Nachlass C.F. Glasenapp (gest. 1915 in Riga), später Wolzogen- u. Bartsch-Bibliothek, Bales-Sammlung (Bayreuther Ehrenbürger 1928).
Ort: 1924-1927: Glasenapp-Gedenkzimmer mit anschließendem Richard-Wagner- Saal, zunächst in H. Wallems Privatwohnung Friedrichstr. 19.
1.8.1927: Erwerbung der RWG durch die Stadt Bayreuth und Unterbringung im "Damenflügel" des Neuen Schlosses.
1976: Überführung in die Ausstellung des Richard-Wagner-Museums im Haus Wahnfried u. das Nationalarchiv der Richard-Wagner- Stiftung
Verwaltung: 1976-1992 im Chamberlain-Haus, Wahnfriedstr.1, 95444 Bayreuth.
seit 1993 im Siegfried-Wagner-Haus, Richard-Wagner-Str. 48, 95444 Bayreuth.
Träger: Stadt Bayreuth (seit 1927)
Leitung: 1924-1953: Frl. Helena Wallem (*28.06.1873 +27.02.1953), Schülerin und Sekretärin C.F. Glasenapps, 1921 nach Bayreuth übersiedelt.
1953-1973: Dr. Joachim Bergfeld (*15.11.1906 +6.11.1988)
1973-1993: Dr. Manfred Eger (ab 1.3.)
seit 1993: Dr. Sven Friedrich (ab 1.5.)
Geschichte: 1934 beginnt Helena Wallem, - nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Ausstellung "Genie am Werk" von Dr. Otto Strobel mit Autographen aus dem Wahnfried-Archiv - von
den Stiftern der RWG "Testamentsnachträge" zu erwirken, die Dr. Strobel vom Zugriff auf die RWG ausschließen sollen. Weitere Verschärfung durch die "Parsifal"-Neuinszenierung: Oppositionsfront
gegen Winifred Wagner und Dr. Otto Strobel seitens Daniela Thode, Eva Chamberlain u. Helena Wallem.
20.1.35: Eva Chamberlain übergibt Briefe und Tagebücher Cosimas unter den bekannten testamentarischen Auflagen (Tod Eva Chamberlains am 26.5.1942). Chamberlain-Nachlass (u.a. Bibliothek mit 12.500
Bänden) unter der Verwaltung und als Teil von RWM/NA bis heute im 2. OG des Chamberlainhauses.
1976 Auflösung der RWG im Neuen Schloß und Überführung der Bestände als städtische Leihgaben in das Richard-Wagner-Museum, sowie der Bibliothek mit 11.000 Bänden.
Richard-Wagner-Stiftung (RWS)
Bestand: Richard Wagner Museum mit Nationalarchiv und Forschungsstätte
Ort: Rathaus Bayreuth / Haus Wahnfried
Träger: Körperschaft des öffentlichen Rechts
Leitung: Stiftungsvorstand, Stiftungsrat
Dr. Manfred Eger, wissenschaftlicher Leiter von 1976-1993
Dr. Sven Friedrich, wissenschaftlicher Leiter seit 1993
Geschichte: Stiftungsgedanke erstmals von Siegfried Wagner 1914 geäußert (Interview mit der München-Augsburger Abendzeitung, zit. in Karbaum, II, S. 57). Gründung 1973.
Nach Fusionierung von RWG und RWA (Wahnfried-Archiv): "Nationalarchiv und Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth"
Trägerin des Richard-Wagner-Museums.
Richard Wagner Museum
Bestand: RWG + RWA
Ort: Haus Wahnfried
Träger: Richard-Wagner-Stiftung und die Stadt Bayreuth
Leitung: 1976-1993 Dr. Manfred Eger und seit 1993 Dr. Sven Friedrich
Geschichte: 1973: Schenkung des im Krieg zur Hälfte zerstörten Hauses Wahnfried mit Grundstück von Winifred und Wolfgang Wagner an die Stadt Bayreuth im Zuge der Stiftungsgründung.
Wiederaufbau im originalgetreuen Zustand und Eröffnung am 24.7.1976. Wegen einer umfassenden Sanierung und Neugestaltung ist das Museum seit dem 1.9.2010 für Besucher geschlossen. Voraussichtliche
Wiedereröffnung ist für 2013 geplant.
Stammbaum der Familie Wagner und Liszt